Hausboot Polen Pfingsten 2018

Über die Pfingstferien dieses Jahr haben wir für eine Woche ein Hausboot in Kamien Pomorski gemietet.

Auf dem Hinweg haben wir einen Zwischenstopp mit einer Übernachtung  in Stettin (Szczecin) eingelegt. Das war auch gut so, da wir freitags 10h bis dorthin gebraucht haben. Aufgrund des Ferienbeginns war sehr viel Verkehr.

Blumenmarkt

Hier haben wir gefrühstückt

schöne Kirche mit Aussichtspunkt im Turm
das rote Rathaus

Nach der Stadtbesichtigung in Stettin, sind wir nach Kamien Pomorski gefahren und haben unser Hausboot in Empfang genommen.

Unser Zuhause für 1 Woche

Im Hafen von Kamien Pomorski liegen etwa 8 solcher Hausboote. Manche davon waren fest, also nicht zum Fahren.

Von Innen sieht das Boot so aus:

das Bad

Das Schlafzimmer: das Bett war wirklich bequem
die Technik (auf dem Dach gab es ein Solarpaneel)

Das Steuer befindet sich auf der überdachten Terrasse. Es gibt auch Boote, wo das Steuer im Innenraum ist, was natürlich der Vorteil ist, dass man beim Fahren nicht so dem Wind ausgesetzt ist.

abendliches Ambiente

Die Stadt Kamien Pomorski ist eher klein und es ist nicht viel los dort. Der Hafen ist aber ganz nett.

Museum
Kirche
Sonnenuntergang in Kamien Pomorski

So sah unser typisches Abendessen aus

Grillambiente

 

Wir haben zunächst eine Nacht in Kamien Pomorski verbraucht und sind dann einmal längs über den See nach Dziwnów gefahren. Die Fahrt dauerte etwa 1,5h.

 

Dziwnów hat einen Fischereihafen und Ausflugsboote im Piratenschiff-Style.

Von Dziwnów aus kann man in die Ostssee fahren, dazu muss man diese klappbare Brücke passieren. Dies haben wir allerdings nicht gemacht, da wir mit dem Hausboot sowieso nicht auf dem offenen Meer fahren dürfen und außerdem öffnet sich die Brücke nur 2x am Tag zu bestimmten Zeiten, die uns nicht ganz ersichtlich waren.

Die Stadt ist wirklich sehr schön, es gibt eine Art kleine Promenade mit zum Teil wirklich sehr schönen Dekoläden. Ein Laden hatte uns besonders gut gefallen, weswegen wir auch insgesamt 2x in Dziwnów waren. Wir haben dort viel Dekokram für uns und auch zum verschenken gekauft. In Dziwnów kann man auch mehr unternehmen als in Kamien Pomorski, da es ein richtiger Touristenort ist, weil er an der Ostsee liegt und es einen wunderschönen Strand gibt. Es war leider immer recht windig dort, weswegen man sich nicht sonnen konnte (also wir nicht; so ein paar verrückte Polen haben sich gesonnt, während wir mit dickem Pulli und Schal am Strand rumgelaufen sind). Die Sonnenuntergänge sind allerdings fantastisch. Und abends war der Strand auch richtig leer.

Der Sand ist richtig fein. Klasse!

nettes Café
lecker Latte Macchiato

Insgesamt haben wir während der Hausbootwoche glaube ich 3 Nächte in Dziwnów verbracht. Der Yachthafen war nämlich komplett leer, wir waren meist die einzigen dort, und man musste auch nichts bezahlen, da die Hafenmeisterei nie besetzt war. Wir  haben zumindest niemanden dort gesehen. Vermutlich musste man nichts zahlen, da noch Nebensaison war.

Einen Abend haben wir Drachen steigen lassen. Ging ja wegen des Windes super. Micha kann nach etwas Übung nun auch einen Drachen steuern, er hatte das vorher nämlich noch nie gemacht.

Wirklich ein sehr schöner Strand und menschenleer!

Die weiteste Strecke, die wir an einem Tag mit dem Hausboot zurückgelegt haben dauerte ca. 4h und führte nach Wolin.

 

Die Stadt an sich war nicht so spektakulär. Aber die Pizza dort mega lecker 🙂

Wir haben vor einer Brücke angelegt, die nur 2x am Tag geöffent wird. Erst hatten wir überlegt zu warten und diese zu passieren, aber dann sagte der Brückenaufmacher (oder Hafenmeister oder wie auch immer man den nennt) zu uns, wir können auch vor der Brücke anlegen und übernachten, das kostet uns dann nichts. Im Hafen hinter der Brücke hätten wir nämlich bezahlen müssen. Für uns war es eigentlich sogar besser so, da wir dort ganz alleine mit unserem Boot waren und somit keine Nachbarn hatten. Außerdem mussten wir so am nächsten Tag nicht auf die Brückenöffnung warten und konnten recht früh wieder zurück fahren. Wir wollten nämlich früh los, da für die nächsten Tage viel Wind angesagt war und ab einer Windstärke von 4 darf man mit dem Hausboot nicht mehr fahren.

Es gibt in Wolin ein Wikingermuseum, welches von weitem recht interessant aussieht. Deshalb sind wir hingegangen, nur leider hatte es schon zu.

Man konnte aber am Eingang diese Folterinstrumente anschauen.

Guillotine
unbequemer Sessel

Von Wolin aus sind wir am nächsten morgen früh um 7:30 zurück Richtung Miedzywodzie gefahren. Wir mussten uns etwas beeilen, da mittags das Wetter schlechter, bzw. der Wind zunehmen sollte. Die Natur unterwegs war übrigens auch immer sehr schön und meistens weit und breit kein anderes Boot zu sehen.

Der Kapitän

 

Hier der Hafen von Miedzywodzie

Miedzywodzie ist ein sehr kleiner Kurort an der Ostsee. Auch hier ist der Strand schön und noch weniger los, als in Dziwnów. Hier haben wir insgesamt 2 Nächte verbracht. Der Hafen hat uns hier am besten gefallen, da man den schönsten Blick hatte und am wenigstens los war. An einem Tag konnten wir aufgrund zu starken Windes nicht mit dem Hausboot fahren. Also mussten wir in Miedzywodzie bleiben. Ich hätte mir gerne ein Fahrrad gemietet um die Umgebung zu erkunden, aber leider gab es keinen Fahrradverleih, der geöffnet hatte. Es war noch keine Hochsaison in Polen und somit hatten die „Touristenattraktionen“ alle geschlossen.

Ganz witzig war übrigens, dass der Cousin von Micha mit seiner Frau nur ca. 40km von uns entfernt im Urlaub war. In Swinemünde (Swinoujscie). Eigentlich wollten die beiden uns auf unserem Hausboot besuchen kommen, das hat aber zeitlich nicht gepasst. An unserem vorletzen Tag, an dem wir wieder unseren Heimathafen Kamien Pomorski erreicht hatten, dachten wir uns dann: „Wenn die nicht zu uns kommen, kommen wir zu denen.“ Also sind wir los nach Swinemünde gefahren. Um die Stadt zu erreichen, muss man ein kleines Stück mit der Fähre fahren. Das sah so aus:

Promenade von Swinemünde

In Swinemünde angekommen sind wir dann die Promenade entlang gelaufen und haben was zusammen gegessen. Ich habe traditionelle Pierogi gegessen. Wollte ich unbedingt in Polen mal essen.

Da Michas Cousin nachmittags wieder die Heimreise nach Gelsenkirchen antreten wollte und wir noch etwas Zeit hatten, sind wir dann noch weiter nach Usedom gefahren.

Strand in Heringsdorf

Auf dem Rückweg haben wir dann als letztes Ausflugsziel des Urlaubes noch die Deutsch-Polnische Grenzstation in Ahlbeck passiert.

 

Fazit: Es war mal ein entspannender Urlaub ohne Tauchen. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter , da wir fast immer Sonne und nie Regen hatten. Ok es war windig, aber am Meer ist das ja normal. Hausbootfahren macht immer wieder Spaß. Dieses war ja nach Fürstenberg an der Havel und Lindow unser dritter Hausbooturlaub. Die Gebiete rund um Berlin sind zum Fahren schöner, da die Flüsse kleiner sind und keine Wellen haben. Polen war etwas anders, dafür aber auch deutlich günstiger von den Lebenshaltungskosten und der Zugang zur Ostsee war natürlich auch super. Die Ausstattung der Hausboote war in Deutschland auch besser, wobei die Boote in Polen schicker bzw. moderner sind. Der Ausblick vom Wohnzimmer aus durch die komplett verglasten Wände ist natürlich phänomenal. Ein Nachteil ist allerdings, dass es durch das Glas im Hausboot schnell warm und stickig wurde.

Insgesamt haben wir doch recht viel gesehen und ich würde immer wieder die polnische Ostseeregion besuchen. Der Sand dort hat es mir wirklich angetan. Leider lohnt es sich aufgrund der langen Anfahrt nicht, nur ein Wochenende an der polnischen Ostsee zu verbringen.

 

 

 

 

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