Tauchsafari Ägypten 2019 B-D-E

In den Herbstferien im Oktober haben wir zu dritt (Micha, Michas Vater und ich) 2 Wochen in Ägypten verbracht. Hier folgt nun ein Beitrag über die erste Woche, nämlich die Tauchsafari auf dem Schiff Amelia mit der Tour Brothers-Daedalus-Elphinstone.

Gestartet sind wir Freitags abends mit Turkish Airlines über Istanbul nach Hurghada. Da wir nachts gegen 2Uhr angekommen sind, mussten wir uns für eine Nacht ein Hotel nehmen. Wir haben eins nah am Flughafen gebucht und konnten dort bis etwa 10Uhr schlafen. Um 13:00Uhr wurden wir vom Safariveranstalter abgeholt, um die etwa 3h nach Port Ghalib zum Hafen zu fahren.

Unser Transfer: Die Koffer werden auf dem Dach transportiert.

Gegen 16Uhr sind wir am Hafen in Port Ghalib Nähe Marsa Alam angekommen. Dort haben wir zunächst unsere Kabinen bezogen und das Schiff in Augenschein genommen. Ich hatte eine Kabine alleine gebucht und habe glücklicherweise niemanden mit auf mein Zimmer eingeteilt bekommen. Ich hatte sogar ein Zimmer auf dem Oberdeck, was normalerweise teurer gewesen wäre. So konnte nun Micha mit auf mein Zimmer kommen und Michas Pa hatte ein Zimmer alleine im Unterdeck.

Das Tauchdeck
Sonnenuntergang
Das Essen auf dem Boot war übrigens super

Eigentlich dachten wir, dass wir am gleichen Tag noch Abfahren und mindestens einen Tauchgang machen. Leider war dem aber nicht so, los ging es erst Sonntag morgens und dann auch „nur“ zu einem Tauchplatz an der Küste, um dort zwei Check Dives zu machen. Uns hat das etwas genervt, dass wir nicht schon samstags losgefahren sind, da wir dann einen späteren Flug hätten nehmen können und uns die eine Übernachtung in Hurghada gespart hätten. Der Anbieter der Tauchsafari hatte aber geschrieben, dass man samstags spätestens um 14Uhr in Hurghada sein soll. War im Nachhinein Quatsch. Die Check Dives am Sonntag waren schön, aber jetzt nicht sonderlich spektakulär. Aber es gab Fledermausfische.

Und wie häufig in Ägypten: Blaupunktrochen.

Hier unsere Route mit Fahrzeiten:

In der Nacht von Sonntag auf Montag ging es dann in 5h Fahrt Richtung Norden zu den Brother Island. Die Tauchplätze rund um die beiden Inseln sind für Haibegegnungen bekannt. Diese waren ja von November 2018 bis ca. März 2019 wegen mindestens zwei Haiangriffen gesperrt. Das Problem war, dass die Safariboote dort immer Essensreste ins Meer gekippt haben und dadurch die recht neugierigen Weißspitzenhochseehaie (Longimanus) angelockt wurden. Wenn man diese dann Unterwasser noch bedrängt, können sie zu aufdringlich werden und auch zubeißen.

Die Vorfälle wurden von HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) und anderen Naturschutzorganisationen ausgewertet und ab jetzt sind die Anzahl der Schiffe dort begrenzt, man darf dort nicht mehr über Nacht ankern und keine Essenreste mehr ins Meer kippen. Es wird dort jetzt strenger kontrolliert.

Der Leuchtturm bei den Brother Islands
Leuchtturm bei Nacht

Die Brother Islands bestehen aus zwei kleinen Inseln. Es gibt den Big Brother und den Little Brother. Auf dem Big Brother befindet sich ein Leuchtturm. Wir haben dort insgesamt 3 Tauchgänge gemacht, 2 bei Little Brother, einen am Big Brother.

Steilwand

Die Steilwände der Inseln sind sehr schön mit Korallen bewachsen und reichen bis jenseits der Sporttauchgrenzen. Hier kann es starke und Strömungen geben. Wir hatten aber Glück und konnten recht entspannt tauchen.

Beim zweiten Tauchgang haben wir 3 verschiedene Haiarten gesehen. Unser Guide ist meistens unter uns getaucht, um in der Tiefe nach den Hammerhaien Ausschau zu halten. Diese schwimmen leider meistens so auf 40m. Aber wir hatten Glück und uns ist tatsächlich ein Hammerhai vor die Linse gekommen. Normalerweise schwimmen Hammerhaie in großen Schulen, dieser hier hat aber wohl zunächst für seine Gruppe die Lage gecheckt. Weiter unten waren wohl noch mehr Haie, der Guide konnte die schemenhaft noch erkennen.

In etwas weiter Entfernung konnten wir noch einen grauen Riffhai entdecken.

Am Ende des ersten Tauchganges sind uns dann noch zwei kleine Weißspitzenriffhaie begegnet. Davon habe ich aber leider keine schönen Fotos. Die sind zu schnell weggeschwommen. Beim Safety Stop in der Nähe des Bootes hatten wir eine ziemliche Strömung und ein Teil der Gruppe ist leicht abgedriftet. Diese hatten dann noch ein Erlebnis mit einem Longimanus (Weißspitzenhochseehai), der recht nah kam. Leider waren Michael und ich da schon wieder auf dem Boot. Aber später werden wir ja auch noch die Gelgenheit haben einen Longimanus zu sehen.

Über Nacht ging es dann in 11 Stunden von den Brother Islands zum Daedalus Reef. Dieses ist bekannt für seine Hammerhaischulen. Dort haben wir für 2 Tage angelegt und insgesamt 6 Tauchgänge gemacht.

Steilwand des Daedalus Reefs
Micha ud ich
Micha

Am nördlichen Teil des Riffs sind wir 3x getaucht. Bei unserem ersten Tauchgang haben wir dort unter uns auf einer Tiefe von ca. 40-45m Hammerhaie gesehen. Ich konnte nur 2 entdecken, es war aber scheinbar eine größere Gruppe von 10 Tieren. Leider waren sie nur schemenhaft zu erkennen, da zu tief. Alle anderen Tauchgänge am Deadalus Reef waren leider weniger interessant und spektakulär. Außer einem Napoleon haben wir nichts besonderes mehr gesehen. Das nächste Bild fasst die Tauchgänge ganz gut zusammen.

Blauwasser
Napoleon
Czeslaw mit Napoleon

Beim 6. Tauchgang am Daedalus Reef war Michael so langweilig, sodass er sogar sein Spiegelbild in den aufsteigenden Luftblasen fotografiert hat.

Am Elphinstone Reef wurde es dann besser. Dort waren wir vor einigen Jahren schonmal. Damals fand ich es nicht so besonders gut dort, weil ich noch unerfahren im Tauchen war und dort starke Strömungen auftreten können. Dieses Mal war es echt schön, obwohl wir bei einem Tauchgang so starke Strömung hatten, sodass wir unseren ursprünglich geplanten Weg nicht tauchen konnten.

Der erste von 2 Tauchgängen war leider am Ende etwas nervig, weil das Wasser von vielen Tauchern überfüllt war. Von unten konnten wir aber neugierige Weißspitzen-Hochseehaie (Longimanus) beobachten. Leider haben einige Taucher sich den Haien gegenüber nicht gut verhalten und mehrfach versucht diese zu berühren. Da braucht man sich nicht wudern, dass diese Haie auch mal zubeißen. Der zweite Tauchgang war dann trotz Strömung super, direkt beim Abstieg kam ein Longimanus recht nah.

Longimanus

Aufgrund der starken Strömung mussten wir schnell weiter, um den Anschluss an die Gruppe nicht zu verlieren. Unterwegs sind wir außerdem einer Schildkröte, Barrakudas und großen Makrelen (Angabe ohne Gewähr) begegnet.

Barrakudas

Der Rückweg zum Boot war aufgrund unseres geänderten Tauchweges sehr lang und wir waren alle schon an den Grenzen unseres Luftvorrates.

Mit Haien wars das dann in diesem Urlaub leider schon. Ich hatte etwas mehr Haie erwartet, es war aber trotzdem gut. Eine Tauchsafari ist immer recht gechillt, da man sich um nichts kümmern muss und nur schläft, isst, taucht. Also Dive-Eat-Sleep-Repeat! Leider hatte ich die letzen 2 Tage der Safari Magenkrämpfe, die den ganzen restlichen Urlaub nicht so ganz weggehen wollten. Gott sei Dank war es nicht so schlimm, dass es mich im Urlaub eingeschränkt hat.

Zum Abschluss der Tauchsafari haben wir noch in küstennähe 4 Tauchgänge am Tauchplatz mit dem Namen Abu Dabab gemacht. Einer davon war ein Nachttauchgang. Hier gab es nichts außergewöhnliches zu sehen. Wir haben aber noch ein kleines Fotoshooting mit der Tauchflagge gemacht.

Unsere Tauchgruppe mit Amelie (Assistenzärztin aus Hamburg), dem Schweizer Peter (der andere Schweizer ist im Hintergrund), Czeslaw und ich
Micha, Ich und zwei Crewmitglieder

Wir haben dann am letzten Tag nachmittags gegen 16Uhr im Hafen Port Ghalib angelegt. Vor dem Abendessen sind wir noch kurz ein wenig am Hafen entlang geschlendert und haben in den Souvenirläden gestöbert. Außerdem mussten noch die Koffer gepackt werden. Am nächsten Morgen erfolgte der Transfer nach Hurghada.

Was wir in Hurghada erlebt haben folgt im nächsten Beitrag.

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